Browser, SLIP und Suchmaschine

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Fachbegriffe

Der erste Webmaster!

Internet

Weltweites, heterogenes Netzwerk von Rechnern, die über ein bestimmtes Übertragungsprotokoll (TCP/IP) kommunizieren und Daten austauschen. Das Besondere an diesem Protokoll ist, daß die Daten nicht auf einmal übertragen werden, sondern in kleine Pakete aufgeteilt werden, die sich eigenständig den schnellsten Weg durch das Netz suchen. Falls ein Netzknoten ausfällt oder überlastet ist, suchen sie sich einen anderen Weg. An ihrem Zielort werden sie wieder zusammengesetzt.
Es gibt keine zentrale Instanz, die das Intenet verwaltet. Zunächst waren vor allem Universitäten und Forschungseinrichtungen miteinander verbunden. Der Hauptzweck war nicht nur der Austausch von Daten, sondern vor allem die effektive Nutzung von Rechnerkapazität.
Das Internet hat zahlreiche sog. Dienste. Der am häufigsten benutzte ist E-Mail. Weitere, oft genutzte Dienste sind das World Wide Web (WWW), FTP und IRC.

World Wide Web

Das WWW wurde am CERN in Genf (große Europäische Forschungseinrichtung für Teilchenphysik) entwickelt. Die Grundlage des WWW bildet die Seitenbeschreibungssprache HTML (Hypertext Markup Language), über die festgelegt wird, wie und wo die Textelemente auf dem Browser erscheinen. Erst als es möglich war, auch Graphikelemente und Bilder zu übertragen, wurde das WWW außerhalb der Wissenschaft bekannt und populär.

Der W-W-Webstuhl

Web-Sites und Web-Pages

Es ist wichtig, zwischen Sites und Pages zu unterscheiden. Site darf nicht mit Seite übersetzt werden, sondern bedeutet vielmehr Ort, Stelle oder Stätte. Eine Web-Site kennzeichnet daher also eine Gruppe inhaltich zusammengehöriger Webseiten (Pages), die unter einer bestimmten Domain zu finden sind. Eine Site besteht in der Regel aus zahlreichen Seiten, die untereinander "verlinkt" (verbunden) sind.
Meist wird nur die Startseite (Homepage) einer Site angegeben (z. B. index.html), vor der aus man zu den einzelnen Pages gelangen kann.

Browser

Ein Programm, das Internetseiten darstellt, in dem er sogenannte HTML-Tags interpretiert und ausführt. Der erste Browser konnte nur Texte darstellen. Mittlerweile gehören Graphik- und Javascript-Fähigkeit zum Standard. Die beiden meistegenutzten Browser sind der Microsoft Internet Explorer (für Microsoft und Macintosh erhältlich) und Netscape Communicator (fär alle Plattformen). Früher hatte Netscape ein Quasimonopol, wurde aber mittlerweile vom Internet Explorer überholt (nicht zuletzt, weil Microsoft seinen Browser zum festen Bestandteil von Windows 98 gemacht hat). Beide Browser haben ihre Vor- und Nachteile. Technisch ist der Explorer mittlerweile dem Navigator überlegen, dafür ist der Browser von Netscape für alle Betriebssysteme erhältlich.
Leider konnten sich beide Firmen nicht auf einen gemeinsamen Erweiterungsstandard einigen, so daß bestimmte Websites, die diese Erweiterungen nutzen, nur entweder auf dem einen oder dem anderen Browser optimal darstellbar sind.

Der erste Netscape Navigator

Möchte man als Webdesigner sichergehen, daß die Seite auf allen Browsern korrekt dargestellt wird, sollte man das mit dem Browser von Opera überprüfen, der sich strikt an den aktuellen HTML-Standard (3.2) hält. Darüber hinaus ist der Opera Browser sehr klein und schnell, wodurch er sich auch für langsame Computer eignet. Leider ist er zur Zeit nur für Windows und BeOS erhältlich, Versionen für andere Betriebssysteme sind aber geplant.

HTML

Hypertext Markup Language. Mit dieser Seitenbeschreibungssprache wird dem Browser mitgeteilt, wo und wie er was darzustellen hat. Man benötigt eine solche Sprache, damit der Text z. B. unabhängig von der Höhe und Breite des Browser-Fensters richtig positioniert wird. Der Anfang dieser Webseite sieht z. B. so aus:

<html>
<head>
<title>Wissenswertes zum Web</title>
</head>
<h1>Browser, SLIP und Suchmaschine</h1>
<h2>Quiz</h2>
The First Website Workshop

Am Anfang steht stets <html>, dadurch weiß der Browser, daß das Dokument in HTML kodiert ist. Dann kommt der sog. Kopf, in dem Farben, Titel und der Zeichensatz festgelegt werden. <h1> und <h2> sind Formatierungsangaben für die Überschriften.
Möchte man heute eine Website erstellen, ist es in der Regel nicht mehr nötig, HTML zu lernen, da die Formatierung in HTML von einem sogenannten HTML-Editor übernommen wird, bei dem man den Text ähnlich wie in einem Textverarbeitungsprogramm eingeben und formatieren kann. Das mit einem HTML-Editor erzielte Erebnis ist jedoch nicht immer optimal, weshalb es sich immer noch lohnt, wenigstens HTML-Grundkenntnisse zu besitzen und eine selbsterstellte Webseite im Nachhinein "per Hand" zu optimieren.

HTML ist sicher eine gute und geeignete Seitenbeschreibungssprache, jedoch hat sie auch Schwachpunkte. Zum Beispiel fehlen (oder sind uneinheitlich implementiert) die bei normalen Textverarbeitungsprogrammen selbstverständlichen und vielgenutzten Möglichkeiten wie automatische Silbentrennung und Tabulatoren. Darüber hinaus konnten sich die beiden großen Browser-Hersteller Netscape und Microsoft nicht auf einen einheitlichen Erweiterungsstandard einigen (in der Hoffnung, sich dadurch einen Marktvorteil zu verschaffen). Seiten, die diese Erweiterungen nutzen, können auf einem Browser der anderen Firma dann nicht korrekt oder im schlimmsten Fall überhaupt nicht dargestellt werden.

Die erste Microsoft Homepage

DNS

Das Domain-Name-System (DNS) ist ein Benennungsschema für an das Internet angeschlossene Rechner. Das Internet ist in eine Reihe von Bereichen aufgeteilt, die den Namen "Domain" bzw. "Top-Level-Domain" tragen. Unter einer Domain versteht man einen zusammenhängenden Teil des Internet (z. B. alle Rechner eines Landes oder alle Rechner eines Konzerns).  Rechnernamen sind nach folgendem Prinzip aufgebaut:

host.subdomain.domain.top-level-domain

Die Namensvergabe nach dem DNS ist wesentlich benutzerfreundlicher als eine IP-Adresse, weil "Klarnamen" leichter zu merken sind als abstrakte Zahlenfolgen. DNS-Adressen werden von Name-Servern automatisch in die numerische IP-Adresse konvertiert, die zur Weiterleitung der Datenpakete erforderlich ist.

Internet Access Provider

Account

Zugangskonto auf dem eigenen oder einem fremden Rechner. Für Unix oder NT-basierte Maschinen braucht man einen Account, selbst wenn der Rechner nicht am Netz hängt. Hat er aber einen Netzzugang, so kann man sich über diesen Account an einem fremden Rechner einloggen.
Alle Münchener Studenten erhalten z. B. kostenlos einen Account beim Leibnitz-Rechenzentrum. Man kann dann die Rechner des LRZ nutzen und sich außerdem von zu Hause aus am LRZ einwählen und erhält darüber einen preiswerten (es fallen ausschließlich Telefongebühren an) Internetzugang. Darüber hinaus erhält man als Student auch meist einen Account am Rechnerpool des eigenen Fachbereichs. Nähere Infos beim LRZ in der Belgradstraße, wo man für 5 Mark eine CD mit der nötigen Software erhält.

Ein Server

Server

Ein zentraler Rechner in einem (lokalen) Netzwerk, der Programme bereitstellt, die von allen Rechnern benötigt werden. Es gibt spezielle Server wie z. B. Internet-, Mail- oder FTP-Server, die Webseiten speichern, E-Mails verwalten oder für FTP-Zugriffe dienen. Server müssen über ein sehr leistungsfähiges Prozessor- und Festplattensystem verfüngen, um die zahlreichen Zugriffe schnell abwickeln zu können. Wie schnell Webseiten übertragen werden hängt nicht nur von der Verbindung, sondern auch von der Geschwindigkeit des Servers ab.
Um Internet-Server vor unberechtigten Zugriffen zu schützen, sind sie meist über einen weiteren Rechner, einen sogenannten Firewall ("Brandschutzmauer"), mit dem Internet verbunden.

Linux Pinguin

Betriebssystem

Steuerungs-Software eines Computers, engl.: operating system (OS). Das Betriebssystem ist das Programm, das beim Start eines Rechners geladen wird. Es dient als eine Schnittstelle zwischen den Rechnerkomponenten wie Hardware und BIOS und den Anwendungen, die auf dem Rechner laufen. Es bietet außerdem grundlegende Funktionen für die Verwaltung und Pflege des Betriebs- und Dateiensystems.
Auf Heimcomputern sind die drei Betriebssysteme Windows/DOS von Microsoft, MacOS (X) von Apple Macintosh und die kostenlose UNIX-Variante Linux am weitesten verbreitet. Quasi schon ausgestorben sind die Betriebssysteme OS/2 von IBM und BeOS.

Wie und weshalb entstand das Internet?

Es ist heute noch strittig, ob das Internet entstand, um der potentiellen Bedrohung durch einen Atomangriff der Sowjetunion keinen Angriffspunkt in Form eines zentralen Netzknotens zu bieten, oder ob der Hauptgrund für die dezentrale Stuktur durch die Unzuverlässigkeit und häufigen Wartungsarbeiten der damaligen Rechner bedingt war. Sicher ist jedoch, daß in der Entstehungsphase sowohl militärische als auch Universitäts- und Forschungseinrichtungen beteiligt waren und das erste Internet, das ARPANET, vom großen Teil durch das US-Verteidigungsministerium finanziert wurde.
Die Advanced Research Projects Agency (ARPA) war ein Amt des US-Verteidigungsministeriums und wurde als Reaktion zum erfolgreichen Start des ersten Satelliten Sputnik gegründet. ARPA sollte den Führungsanspruch der Amerikaner auf dem Gebiet der Forschung und Technik sichern. Das Internet fußt auf einem Konzept für ein paketorientiertes Netzwerk, daß im Auftrag der ARPA entstand. Dieses Netzwerk sollte dezentral arbeiten und nicht hierarchisch strukturiert sein, so daß auch im Falle eines Ausfalls einzelner Netzknoten die Kommunikation zwischen den verbleibenden Systemen aufrechterhalten werden konnte.
Was das Internet von herkömmlichen Netzwerken unterscheidet, ist, daß es keinen zentrale Netzknoten gibt und keine Institution, die es verwaltet. Das Internet ist eine Verknüpfung von einzelnen Netzwerken, die mit dem gleichen Übertragungsstandard (dem TCP/IP-Protokoll) arbeiten.
Inhaltlich gesehen herrscht im Internet weitestgehend Anarchie. Von einheitlichen Übertragungs- und Addressierungsstandards abgesehen, gibt es keine von einer Institution vorgeschriebenen Vorschriften. Heutige de-fakto-Standards für WWW-Seiten und -Bilder wie HTML, PNG, JPEG oder GIF setzten sich in einer Art Evolutionsprozeß durch, bei der alleine die Akzeptanz der Benutzer ausschlaggeben für Erfolg oder Mißerfolg ist.
Auch heute noch versuchen manche Softwarefirmen, ihre selbstentwickelten neuen Übertragungsformate (z. B. für Musik und Videos) mit Gewalt durchzusetzen. Oft scheitern diese Versuche jedoch trotz aggresiven Marketings und es setzt sich jeweils das qualitativ beste und/oder freie Format durch. Das beste Beispiel dazu ist MP3 und MPEG, zwei vom Fraunhofer-Institut entwickelte Audio- bzw. Videoformate, die eine sehr gute Qualität bei gleichzeitig hoher Datenkompression bieten und deren Benutzung ohne bzw. mit sehr geringen Lizenzgebühren verbunden ist.
Mehr zum Internet hier.

Wie funktioniert das Internet?

Es gibt vier verschiedene Funktionsschichten:

In diesem Bild wird das Schema veranschaulicht.

IP

TCP

Zusammenfassung


Screenshot der ersten Version eines Browsers von Tim Berners-Lee aus dem Jahre 1991

Screenshot

Die Geschichte des Internet

Eine Auswahl von Ereignissen, angeleht an einen Artikel von Robert Hobbes Zakon. Dieser Artikel ist auch auf deutsch erhältlich.

1961 Das erste Paper über Datenbündelungstheorie: "Informationsfluß in großen Komunikationsnetzwerken" von Leonard Kleinrock, MIT

1964 Paper über "Packet-switching networks without single outage point" von Paul Baran, RAND

1965 Netzverbindung von zwei Rechnern (einer an der Ost- einer an der Westküste) über eine 1.2 kbit/s Telefonleitung.

1967 Das National Physical Laboratory in Middlesex, England, entwickelt das erste Netzwerk, das mit Datenpaketen arbeitet. Die Verbindung ist 768 kbit/s schnell.

1969 Die erste "Internet"-Verbindung (zunächst hieß es ARPANET) zwischen vier Netzknoten  in Los Angeles, Stanford, Stanta Barbara und Utah. Die ersten Datenpakete wurden von Los Angeles nach Stanfort übertragen, als Charley Kline versuchte, sich am fremden Rechner einzuloggen. Das Resulatat: Das System brach zusammen, als der Buchstabe G des Wortes LOGIN eingegeben wurde.

1972 Ray Tomlinson entwickelt das erste E-Mail-Programm für das ARPANET, wo es sich schnell zum Hit entwickelt.
Der erste Computer-zu-Computer-Chat findet zwischen statt: Zwischen einem psychisch Kranken und seinem Arzt.

1973 Erste internationale ARPANET-Verbindung zwischen England und Norwegen. Diese Verbindung bildet den Grundstein für den späteren, europäischen Teil des Internet.
Beim ARPANET entstehen die ersten Ideen über die Entwicklung des Internet in seiner heutigen Form

1975 Die erste Computernetzwerk-Satellitenverbindung zwischen Hawaii und England. Dabei wurde TCP verwendet und getestet.

1970 Um einen ironische gemeinten Satz zu kennzeichnen, wurde das erste Emoticon in einer E-Mail verwendet -)

1983 TCP/IP wird zum Standardprotokoll für das ARPANET. Dies führte auch zü einer ersten Definition für das Wort "Internet": "Eine Netzwerkverbindung, die eine Reihe von Netzwerken über TCP/IP verbindet".
Das ARPANET teilt sich auf in ARPANET und MILNET (militärisches Netz). 60 Prozent der existierenden Netzknoten gingen an das MILNET

1984 Das Domain Name System (DNS) wird eingeführt. Vorher wurden die Namen der Server in einer zentralen Datei gespeichert. Durch die Einführung dieses systematischen und hierarchisch strukturierten Namenssystems wird der Grundstein für ein weiteres Wachstum des Internet gelegt.
Vergleichsweise spät wird in Deutschland der "Verein zur Förderung eines deutschen Forschungsnetzes" gegründet, der zusammen mit der Deutschen Bundespost den Auftrag hat, ein Wissenschaftsnetz (WIN) zu gründen und einen flächendeckenden Internetzugang für Universitäten und Forschungseinrichtungen zur Verfügung zu stellen.

1986 Das NSFnet entsteht, daß 5 Höchstleistungsrechenzentren verbindet. Dadurch wird eine extrem schnelle Verbindung zwischen diesen Universitäten möglich. Das NSFnet wird später zum wichtigsten "Backbone" (Rückgrat) für das Internet.

1987 Die erste E-Mail zwischen Deutschland und China

1988 Internet Assigned Numbers Authority wird gegründet, welche IP-Adressen vergibt.
IRC wird entwickelt.

Der Erfinder des Internet

1989 Tim Berners-Lee schreibt mit dem Proposal über Informationsmanagement die Geburtsurkunde des WWW.

1990 Das ARPANET  wird aufgelöst.
Der erste kommerzielle Internetprovider bietet eine Einwählverbindung an.
Der erste Toaster kann über das Internet gesteuert werden.

1991 Das WWW wird vom Tim Berners-Lee am CERN (Europäisches Kernforschungszentrum in Genf) vorgestellt. Damit wurde der Grundstein für den heutigen Erfolg des Internet gelegt.

1992 Der Ausdruck "im Internet surfen" wird von Jean Armour Polly geprägt.
Im November gab es 26 verläßiche WWW-Server. Darunter vor allem Forschungseinrichtungen für Elementarteilchenphysik (CERN, DESY, IN2P3, KEK).

1993 Die Geschäfts- und Medienwelt beginnt, vom Internet Notiz zu nehmen.
Der erste Browser mit graphischer Bedienoberfläche NCSA-Mosaic wird an Millionen Benutzer gratis verteilt und erobert binnen kurzer Zeit das WWW.
Der erste Microsoft Internet 
Explorer

1994 Der erste "Spam" wird von einer Green-Card-Lottery-Servicefirma verschickt. Die Netzgemeinde schlägt jedoch zurück.
Man kann die erste Pizza über das Internet bestellen.

1995 WWW-Traffic überholt FTP als Dienst mit dem meisten Traffic (gezählt in Bytes).

1996 Browserkrieg zwischen Netscape und Microsoft.
Die chinesische Regierung sperrt den Zugriff auf rund 100 Websites, darunter CNN und Washington Post.

1997 ARIN übernimmt die Registrierung von IP-Adressen.

1998 Electronic Commerce fängt an, an Bedeutung zu gewinnen.
Scharen von Firmen bewerben sich um eine Adresse in Turmenistan, um unter dem Länderkürzel .tm (für Trademark) registriert zu sein.

1999 Elektronischer Handel und Onlinebanking gewinnen an Bedeutung
Die Top-Ten-Top-Level-Domains (Länderkürzel) des Jahres: com, net, edu, jp, uk, mil, us, de, ca, au

Mehr zu Geschichte und Informationen über das Internet und WWW als Postscript-File

Hier geht's zum 8-Bit-Museum, einem virtuellen Computermuseum.


Dienste im Internet

FTP

File Transfer Protokol. Ermöglicht das Übertragen von Dateien und Programmen von einem fremden Rechner (FTP-Server) zum eigenen Computer. Benutzt man einen Browser zum Herunterladen von Datein (Download), so verwendet dieser FTP, ohne daß man es merkt. Möchte oder kann man keinen Browser verwenden, ruft man es im Kommandozeilenmodus des Betriebssystems auf (MS-DOS-Eingabeaufforderung unter Windows oder eine Shell unter Unix):
ftp rechnername.domain.land (z. B. ruft ftp alpha.cip.physik.tu-muenchen.de den Rechner namens Alpha im CIP-Cluster des Physik-Departments der TU-München in Deutschland auf.) Nun gibt man seinen Benutzernamen und das Kennwort ein. Folgende Befehle sind sehr nützlich:

bin

Wechselt in den Binärdatenübertragungsmodus. Wichtig, wenn man Programmdaten und keine ASCII-Dateien überträgt.

cd Verzeichnisname

Wechselt das Verzeichnis. Benutzung wie unter Unix oder DOS

get Dateiname

Überträgt eine Datei vom fremden auf den eigenen Computer

put Dateiname

Überträgt eine Datei vom eigenen auf den fremden Computer. Dazu muß man auf diesem Rechner natürlich Schreibrechte besitzen, was bei den meisten FTP-Servern nicht der Fall sein wird. Wichtig: Bei der Angabe des Dateinamens bitte den vollständigen Pfad angeben (außer die Datei befindet sich im selben Pfad, aus dem heraus FTP aufgerufen wurde).

mput/mget Dateiname(n)

Funktioniert wie put oder get, nur daß man damit mehrere Dateien auf einmal übertragen kann. Am besten, man benutzt dazu Wildcards: mget *.jpg holt z. B. alle JPEG Dateien des aktuellen Verzeichnisses. Bei jeder Datei wird einzeln abgefragt, ob sie übertragen werden soll.

bye

FTP wird beendet.

E-Mail

Funktionsweise

Schwächen

Kryptographie

Netiquette

An die Benutzung von True 
Type Schriften in E-Mails ist noch nicht zu denken

Umlaute, ß und Sonderzeichen

Für E-Mails wird grundsätzlich der 7-Bit-ASCII-Zeichensatz verwendet, das bedeutet, es können keine Umlaute verwendet werden. Manche Programme überlisten diesen Übertragungsstandard und kodieren die Sonderzeichen in 7 Bit. Wenn das Mailprogramm des Addressaten diese Kodierung nicht kennt, kann die E-Mail nur schlecht, wenn überhaupt, entziffert werden. Verwenden Sie Sonderzeichen nur, wenn Sie sicher sind, daß der Empfänger sie auch korrekt lesen kann. Am einfachsten ausprobieren und im Zweifelsfall keine Umlaute, ß und Sonderzeichen verwenden. Manche E-Mail-Programme bieten auch die Möglichkeit, HTML-kodierte E-Mails zusätzlich als "Plain Text" zu versenden. In diesem Fall kann die E-Mail auch gelesen werden, wenn das Mailprogramm des Empfängers mit HTML nichts anzufangen weiß.

IRC

Suchmaschinen

Website, bei der man einen Begriff eingibt und eine Auswahl von Webseiten erhält, die diesen Begriff enthalten. Man unterscheidet zwischen

Kataloge werden von Menschen gemacht. Eine Redaktion besucht die angemeldeten Seiten und sortiert sie in einen Schlagwortkatalog ein. Dieser wird den Suchenden hierarchisch präsentiert. Die Basis für den Index stellen Seiten, die angemeldet wurden und solche, die Web-Bots aufspüren, dar. Diese Seiten werden redaktionell bewertet, bevor sie in den Katalog aufgenommen werden. Vorteil: klare Gewichtung und keine Treffer, in denen das Suchwort nur zufällig erscheint. Nachteil: nicht immer aktuell, die Zuordnung in eine bestimmte Kategorie manchmal willkürlich. Beispiel: Yahoo!

Robots hingegen indizieren den gesamten Inhalt der Homepages automatisch. Sucht man bei einer Robot-basierten Suchmaschine werden häufig auch Seiten ausgegeben, in denen das gesuchte Stichwort nur zufällig enthalten ist. Eine redaktionelle Bewertung findet nicht statt. In der Regel erhält man für das gesuchte Stichwort eine unüberblickbare Anzahl von Links und es ist nötig, nicht nur ein Stichwort, sondern mehrere anzugeben (oder auszuschließen), um ein brauchbares Ergebnis zu erzielen.

Aladin

Robot, der Stichworte in deutschsprachigen Sites aller Domains durchsucht. Maximale Trefferzahl ist auf 100 begrenzt. Treffer werden nur als Seitentitel und URL ausgegeben - oft nicht sehr aufschlußreich

Alta Vista

Eule

Excite

Fireball

Yahoo!

Effizientes Suchen

Sicherheit

Computerviren können als eine spezielle Gruppe innerhalb der Sabotage-Software angesehen werden, denn sie haben meistens eine zerstörerische Aufgabe in ihrem "Rucksack". Ein Computer-Virus ist ein in böswilliger Absicht geschriebener Programm-Code, der sich in Programme oder Dateien einfügt und dort Fehlfunktionen und Störungen verursacht. Wie ein biologischer Virus kann sich auch der Computer-Virus vermehren, indem er andere Datenträger "infiziert".
Viren sind eine potentielle Bedrohung für jeden Rechner, besonders für solche, die permanent am Netz hängt. Manche Viren sind harmlos, etwa ein Drittel aller Viren sind aber sehr gefährlich und können im schlimmsten Fall Daten auf der Festplatte oder sogar die Hardware zerstören.
Viren lauern auf Disketten und selbst auf CD-ROM's, als E-Mail-Anhänge und sind in Programmen versteckt. Eine 100%ige Sicherheit gegen Viren gibt es nicht, aber wenn man folgende Ratschläge beachtet, kann man doch das Risiko für den eigenen Rechner beträchtlich senken.

Virenschutzprogramme

Viren können von bestimmten Programmen aufgespürt werden, die diese Viren kennen und aus dem Speicher und von der Festplatte und/oder Diskette entfernen.
Virenscanner sind eine wirksame Hilfe, aber nur, wenn sie dauernd auf dem neuesten Stand gehalten werden. Beim Kauf sollte man darauf achten, daß ein regelmäßiges Update (am besten täglich) über das Netz möglich ist. Den eigentlichen Virenscanner sollte man sich nicht aus dem Netz herunterladen, denn es ist durchaus möglich, daß sich dahinter ein getarnter Virus oder ein Trojanisches Pferd verbirgt.. Man sollte ruhig ein paar Mark investieren und sich einen guten Virenscanner kaufen (z. B. McAfee).

Disketten prüfen

Aktivieren Sie den Schreibschutz an den Disketten und sichern Sie sie dadurch vor dem versehentlichen Ueberschreiben bzw. böswilligen Manipulieren durch Viren.
Lassen Sie alle fremde Disketten vor dem Gebrauch von einem Virenscanner prüfen. Die allermeisten Viren werden durch Disketten übertragen. Das selbe gilt für selbstgebrannte CD-ROMS.
Ist zudem das Booten vom Diskette im BIOS deaktiviert, läßt sich die Verbreitung von Bootsektorviren ausschließen.

Vorsicht bei E-Mails und Downloads

Laden Sie sich keine Programme aus dem Internet herunter. Und wenn, dann nur von zuverlässigen Quellen (kommerzielle Homepages von Software- und Hardwareherstellern). Häufig werden Programmdateien (unter Windows und DOS an der .EXE-Endung erkennbar) als E-Mail-Anhang verschickt - beim Aufrufen erscheint vielleicht ein harmlos wirkender, lustiger Film, aber im Hintergrund können solche Programme ersthaft Schaden anrichten. Wirksame Hilfe: E-Mails, die Programme als Anhang enthalten, um die Sie nicht gebeten haben, sofort löschen und keinesfalls die Programme ausführen!
Viren können auch in Textverarbeitungsdokumenten (z. B. Word) versteckt sein. Unter anderen Betriebssystemen als Windows können diese Viren jedoch nichts ausrichten. Besonders sorfältig sollte man bei der Konvertierung von Word 6.0 Dokumenten in das Word 97-Format sein, denn dabei können bestehende Viren derart mitkonvertiert werden, daß sie einen vollkommen neuen Virustyp ergeben.

Vorsicht! Microsoft

Kein Microsoft-Betriebssystem benutzen

DOS, Windows 95/98 sind keine sicheren Betriebssysteme. Selbst die wesentlich teurere Netzwerkversion Windows NT ist nicht hundertprozentig sicher. Die Betriebssysteme von Microsoft können relativ einfach von Viren überlistet werden und auf diese Weise leicht Schaden am System anrichten. Die meisten Viren befallen ausschließlich Windows-Computer, in den letzten Monaten nimmt allerdings auch die Anzahl der Viren für Apple Macintosh Rechner stark zu. Die beste Abhilfe: Verwenden Sie ein anderes Betriebssystem, zum Beispiel den frei erhältlichen Unix-Dialekt Linux. Für Linux sind extrem wenige Viren bekannt. Da Software für Linux in der Regel nicht als ausführbare Datei übertragen wird, sondern als Code, besteht für Linux-Computer so gut wie keine Gefahr für Viren. Darüber hinaus ist es unter Linux praktisch ausgeschlossen, daß versehentlich oder absichtlich wichtige Systemdateien verändert oder gelöscht werden, denn das ist selbst für normale (d. h. Nicht-Root-) Linux-Nutzer unmöglich.
Aber auch hier gibt es potentielle Gefahren: Loggt man sich z. B. an einem fremden Rechner ein, sollte nicht Telnet oder rlogin sondern statt dessen SSH (Save Shell) benutzt werden, denn unter Telnet können andere mit verhältnismäßig wenig Aufwand den gesamten Datenverkehr incl. Paßwörter mitzulesen.
Wo wir schon beim Thema sind: Bei der Wahl des Paßworts sollte man ebenfalls genau überlegen und ein Paßwort aus mindestens sieben Zeichen, darunter mindestens eine Zahl, ein Großbuchstabe und ein Sonderzeichen, wählen. Dieses Paßwort sollte auch hin und wieder geändert werden. Und bitte keine naheliegenden Namen wählen (Autoname oder -kennzeichen, eigenen Vor- oder Nachnamen oder den von Freunden)!

Firewall

Eine Firewall sollte immer aktiv sein, wenn eine Netzverbindung besteht. Früher war eine Firewall meist ein seperater Rechner, der ausschließlich die Aufgabe hat, den Internettraffic zu überwachen und gegebenenfalls unberechtigte Zugriffe auf den Rechner von außen abzuwehren. Mittlerweile sind Firewall-Funktionalitäten oft in die einzelnen Hosts integriert.
Möchte man ein Netzwerk über eine Firewall absichern, genügt dafür ein kleiner, alter Computer, auf dem man z. B. Linux laufen lassen kann.




Autor: Tobias Eggert
Einige der Informationen stammen aus dem Net-Lexikon.
Vielen Dank an Sven Uwe Posth, aus dessen Kapiteln "Geschichtliche Entwicklung des Internet" und "Aufbau und Funktion des Internet" seiner Diplomarbeit viele Informationen stammen.
Die Bilder sind zum Teil dem World Wide Web Museum entnommen.